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Pascal Wehrlein ist Formel-E-Weltmeister 2026: Der zweite Titel in einem Krimi-Finale von London
In einem hochspannenden Saisonfinale in London hat sich Pascal Wehrlein zum zweiten Mal die Formel-E-Weltmeisterschaft gesichert. Der Porsche-Pilot setzte sich denkbar knapp gegen Jake Dennis durch.
Die Formel-E-Saison 2026 endet mit einem vertrauten Namen an der Spitze. Pascal Wehrlein hat sich beim Saisonfinale in London erneut zum Weltmeister gekrönt und damit einen der spannendsten Titelkämpfe der jüngeren Geschichte für sich entschieden. Für den Porsche-Piloten ist es ein Erfolg, der seine Ausnahmestellung in der rein elektrischen Rennserie endgültig bestätigt.
Titelentscheidung im ersten Rennen
Die Vorentscheidung fiel bereits im ersten der beiden Rennen des Saisonfinales. Beim abschliessenden Doppelrennen im Londoner ExCeL Centre verwandelte Wehrlein die Pole-Position in einen Sieg und machte damit den Titel vorzeitig perfekt. Ein souveräner Auftritt genau in dem Moment, in dem der Druck am grössten war und ein einziger Fehler alles hätte kosten können.
Es ist bereits der zweite Weltmeistertitel für den deutschen Fahrer, der damit zum zweifachen Champion der Formel E aufsteigt. Dieser Erfolg reiht ihn in den Kreis der prägenden Namen der Serie ein und unterstreicht, dass sein erster Titel keine Momentaufnahme war, sondern der Beginn einer echten Dominanz in der Elektro-Königsklasse.
Ein Finale bis zur letzten Runde
Bis zuletzt war der Ausgang der Meisterschaft völlig offen. Der Titelkampf spitzte sich bis zum Finalwochenende zu, und Wehrlein musste unter maximalem Druck abliefern, um die Entscheidung frühzeitig herbeizuführen. Genau diese Nervenstärke im entscheidenden Rennen war es, die am Ende den Unterschied zwischen Meister und Verfolger ausmachte.
Wie knapp es wirklich war, zeigt der Blick auf die Endabrechnung. Jake Dennis beendete die Saison als Vizemeister mit nur fünf Punkten Rückstand auf Wehrlein, während Mitch Evans den dritten Platz in der Fahrerwertung belegte. Wenige Zähler entschieden über eine ganze Saison, was die enorme Ausgeglichenheit an der Spitze der Formel E verdeutlicht.
Im zweiten und damit letzten Rennen der Saison sorgte Taylor Barnard für einen weiteren Höhepunkt. Der junge Fahrer holte sich den Sieg im Abschlussrennen, auch wenn die Meisterschaft zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden war. Sein Erfolg deutet an, dass die nächste Generation in der Serie längst bereitsteht, um die etablierten Namen herauszufordern.
Was der Titel bedeutet
Für Wehrlein selbst ist der zweite Titel weit mehr als eine weitere Trophäe. Der frühere Formel-1-Fahrer hat sich in der Formel E eine zweite grosse Karriere aufgebaut und gehört nun ohne Zweifel zur absoluten Spitze des elektrischen Rennsports. Ein Weg, der zeigt, wie ernst die Serie inzwischen als sportliche Bühne genommen wird.
Auch für Porsche ist der Erfolg von grosser Bedeutung. Der Titelgewinn bestätigt das Engagement des Herstellers in der Formel E und macht das Werksteam zu einem der Massstäbe der Serie. Für einen Konzern, der seine Zukunft zu einem grossen Teil auf die Elektromobilität setzt, ist ein solcher Triumph zugleich eine sportliche und eine technologische Botschaft.
Nicht zuletzt hat der Erfolg auch im deutschsprachigen Raum Signalwirkung. Ein deutscher Champion im Dienste eines deutschen Herstellers sorgt für Aufmerksamkeit und rückt den elektrischen Rennsport dort stärker ins Bewusstsein, wo der Umstieg auf das Elektroauto ohnehin rasch voranschreitet, etwa in der Schweiz, wo der Anteil rein elektrischer Neuwagen weiter deutlich steigt.
Die Formel E im Aufwind
Die Formel E hat sich in wenigen Jahren von einem gewagten Experiment zu einer ernstzunehmenden Meisterschaft entwickelt. Die vollelektrische Rennserie fährt mitten in den Stadtzentren rund um den Globus und versteht sich zugleich als Testlabor für Technologien, die später in Serienfahrzeugen ankommen. Genau diese Verbindung von Sport und Entwicklung macht sie besonders.
Ihre wachsende Bedeutung hängt eng mit der Elektrifizierung des Strassenverkehrs zusammen. Während immer mehr Fahrerinnen und Fahrer auf batteriebetriebene Autos umsteigen, gewinnt auch der elektrische Rennsport an Relevanz, denn Erkenntnisse aus Antrieb, Batterie und Effizienz fliessen direkt in die Entwicklung kommender Modelle ein. Die Rennstrecke wird so zum Vorboten der Strasse.
Dass die Serie längst Topfahrer und grosse Hersteller anzieht, belegt ihr sportliches Niveau. Das enge, oft unvorhersehbare Racing, wie es auch dieses Finale gezeigt hat, ist dabei ein wesentlicher Teil ihrer Anziehungskraft. Mit Pascal Wehrleins zweitem Titel bekommt diese junge Meisterschaft einen weiteren prägenden Champion, dessen Name nun fest in ihre Geschichte eingeschrieben ist.





